Der Blackberry war bisher stets bekannt für E-Mails und noch mehr E-Mails. Der Storm 9500 hat nun auch endlich einen Touchscreen und dürfte so potenziell neue Usergruppen erschliessen.
Blackberry hat sich für sein erstes Touchscreen-Gerät etwas Besonderes einfallen lassen, denn es verfügt nicht über einen klassischen Touc hscreen wie es zum Beispiel beim iPhone der Fall ist. Das Display ist eine Mischung aus Touchscreen und kleiner Tastatur auf der die Icons auf dem Display spürbar angeklickt werden können. Darüber hinaus verfügt das Gerät über Multitouch-Funktionen, welche jedoch nur bedingt funktionieren sollen. Ansonsten fehlt es dem Gerät nicht an den üblichen Blackberry Business-Features wie Push-E-Mail und anderen Funktionen, die man aus dem Hause RIM kennen und schätzen gelernt hat.
Auch wenn sich Blackberrys im Bereich Multimedia Patzer erlaubt haben, im Bereich Telefonie sind sie fast jede über Kritik erhaben, so auch der Blackberry Storm 9500. GSM-Quadband und ein UMTS-Dualband-Modul gehören hier zum Standard. Somit ist das Gerät so gut wie überall auf der Welt nutzbar. 40 Umgebungsprofile passen das Gerät an jede erdenkliche Umgebung seines Benutzers an. Auch sprachlich hat das Gerät einiges drauf. Es kommt mit Sprachfeatures wie Sprachsteuerung und Sprachwahl daher.
Der Storm 9500 findet schnell ins Internet, um genauer zu sein mit bis zu 7,2 Mbit/s. Diese Geschwindigkeit sollten Sie im UMTS-Netz finden, natürlich nur unter optimalen Bedingungen, nämlich wenn das Netz nicht zu sehr belastet ist. Sollte UMTS mal nicht verfügbar sein, bucht sich das Gerät automatisch in das langsamere EDGE-Netz ein. Was verwundert ist, dass W-LAN fehlt. Dieses Feature darf man bei einem Gerät dieser Klasse nämlich durchaus erwarten.
Der Storm scheint von RIM anders positioniert worden zu sein als andere typische Blackberry-Handsets des Herstellers. RIM behauptet der Storm 9500 sei mehr auf Multimedia als auf Business getrimmt. Diese Strategie ist neu. Trotzdem muss sich das Gerät im Bereich Business nicht verstecken. So lassen sich sämtliche Office-Dokumente auf dem Gerät betrachten und bearbeiten. Alle Daten lassen sich problemlos mit dem heimischen PC synchronisieren.
Der Blackberry Storm schafft den Spagat zwischen Multimedia und Business. Dies merkt man alleine schon am Display. Der neuartige tastaturähnliche Touchscreen soll beide Seiten, sowohl Business-User als auch Lifestyle-Kunden begeistern. Freilich bleibt es Geschmackssache, ob man diese Art von Bedienung etwas für einen ist.
Bildquelle: Copyright Research in Motion (RIM)